Harmonik-Symposion 2019

Harmonik Symposion 2019
400 JAHRE WELTHARMONIK
RÜCKBLICK – AUSBLICK
am 13./14. April 2019
im Gemeindehaus St. Jobst, Nürnberg

 

 

Das Harmonik-Symposion 2019 stand schwerpunktmäßig unter dem Motto „400 Jahre Weltharmonik“. Denn in diesem Jahr jährt sich Kepplers Werk „Harmonices Mundi“ zum 400ten mal. Dennoch kamen auch andere Themen zur Sprache.

So insbesondere das Thema „Naturtonmusik“ und u.a. eine kritische Betrachtung der Harmonik.

 

Der Komponist Peter Michael Braun war am 21. Februar 2019 in Kirchheimbomlanden verstorben.

Wir gedenken seiner heute als Vorkämpfer einer harmonikalen Musik und stets engagierten Förderer unseres Vereins Harmonik Zentrum Deutschland e.V.

Und zwar schon von den frühen Anfängen der Gründung als Harmonik-Netzwerk 2009 in Darmstadt.

Wir behalten Peter Michael Braun dankbar in Erinnerung.

Die Vorträge

400 Jahre Harmonie der Welt  
Hartmut Warm

Aus Anlass des 400-Jahre Jubiläums von Keplers Werk „Harmonices Mundi“ gibt Hartmut Warm zunächst einen Einblick in Keplers Leben. Dann erläutert er die Hauptidee aus diesem Werk, die auf einer grundlegenden Harmonie in der Welt basiert. Der Autor zeigt dann, dass er durch seine Analysen Keplers Vorstellungen bestätigen konnte. Computergestützte Projektionen der Bewegungsabläufe der Planeten lassen das Zusammenspiel der Planeten bildhaft verständlich und nachvollziehbar werden.

Was geschah nach Kepler in der Astronomie
Willibald Limbrunner

Es liegt bis jetzt kein Manuskript und auch keine Zuammenfassung vom Autor vor.

Naturtonmusik, Bilanz und Ausblick
Johannes Kotschy

Der Vortrag  würdigt zunächst die Verdienste des eben erst verstorbenen Komponisten und Hochschulprofessors  Peter Michael Braun um die Gestaltung von Kompositionen nach harmonikalen Aspekten.
Sodann bezieht er sich auf den Vortrag „Musik mit Naturtönen“ auf dem
Harmonik-Symposion 2015, ebenfalls von Johannes Kotschy, und geht diesmal auf die Grundprinzipen eines Naturtonsystems ein. Er betont den Unterschied zwischen „reintönigen“ und „naturtönigen“ Systemen. Letztere verwenden strikt nur die naturtönigen Intervalle, die sich aus der Obertonreihe ergeben.

Der Vortrag kann HIER heruntergeladen werden.

 

Schwingungen – Linien – Bild
Angelika Kandler Seegy

In einem Vorspann von H.G. Weidinger werden graphisch Schwingungen gezeigt, die durch die Kombination von Sinus-Funktionen erzeugt wurden.

Angelika Kandler Seegy benutzt solche Schwingungslinien als Anregung an die Teilnehmer, von ihr vorgegebene Schwingungslinien zu ergänzen. Dazu trug sie als Motto vor:

Die Schönheit der schwingenden Linien, die bei jedem erzeugten Ton
über und unter den Saiten schweben, geben ein harmonikales Geflecht von Linien.
Als Momentaufnahme wollen wir diesen Zauber festhalten und ein kleines Kunstwerk gestalten.

Harmonik heute und morgen – eine Bilanz
Hans G. Weidinger

Der Vortrag resümiert zunächst die Geschichte der Harmonik von Pythagoras bis heute. Sodann stellt er die Frage: was bedeutet Harmonik für uns heute? Dabei geht er ausführlich auf die Entsprechungslehre von Hans Kayser ein und weist mit Hans Kayser auf die Gefahren eines rein kausal-linearen Denkens hin. Mit der Entsprechung von Zahl und Ton gelangen wir zur “Anhörung der Grundstrukturen und Grundabläufe dieser unseren Welt und also zum Klang der Welt”. Dies hinwiederum führt uns “zu einer sich austauschenden Wechselwirkung zwischen der Erklärung der Welt um uns und dem gefühlten Wahrnehmen der Welt in uns. Und also zu einem gesamtheitlichen Erlebnis”.

Der Vortrag kann HIER als pdf-Datei heruntergeladen werden.

 

Glasperlen und andere Spiele
Susanne Wied

Im Vortrag wird ein gedanklicher Bogen zur Wirkgeschichte gespannt vom Roman Glasperlenspiel bis zur heutigen Systemtheorie.

Eine Kurzfassung kann HIER heruntergeladen werden

Anfragen an die Harmonik
Harald Riedel

Zum Goethe-Zitat „Geheimnisvoll am lichten Tag, lässt sich Natur des Schleiers nicht berauben, und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag, das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben.“ wird das Brückenbild untersucht, das für die Harmonik steht, die Verbindung Wissenschaft und Erleben.
Es wird logisch aufgezeigt, dass nur eine Schnittmenge betrachtet werden kann.

Der vollständige vortragstext kann HIER als pdf-Dabei heruntergeladen werden.